Brandenburg

Einmal tief eingeatmet, strömt einem der würzige Duft der Kiefern in die Nase. Während die Vögel aufgeweckt zwitschern, kommt man hierher, um abzuschalten. Das satte Grün der Bäume, das Rauschen der Flüsse und die Freiheit der weiten Felder lassen einen einfach zur Ruhe kommen.


Highlights aus der Region

Fontane per Rad entdecken

Die FONTANE-RAD-Route erschließt den Nordwesten Brandenburgs auf den Spuren des Dichters Theodor Fontane. Sie führt an Orte, die er in seinem Hauptwerk „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ beschrieb. Seine Geburtsstadt Neuruppin liegt im Zentrum der Hauptroute, die auf knapp 300 Kilometern von Oranienburg, Rheinsberg über Neuruppin und Ribbeck, Werder bis nach Potsdam führt. Weitere sieben Tagestouren und eine Stadttour in Neuruppin komplettieren das Tourenangebot. Durch typisch märkische Dörfer und lebendige, historische Stadtkerne, entlang von Seen und Flüssen in einer abwechslungsreichen Landschaft können Radfahrer Fontane neu entdecken. Informationstafeln an ca. 60 Fontane-Orten laden zum Verweilen ein und geben Erlebnistipps und Auskunft über Fontanes Geschichten der Mark Brandenburg.

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© TMB-Fotoarchiv / Steffen Lehmann

Radfahren in der Uckermark

Wer individuell radelt, ist in der Uckermark genau richtig. Die ländliche Region liegt ca. eine Stunde nördlich von Berlin und ist durch viele Seen, kleine Dörfer und sanfte Hügel geprägt. Das erlebt man am besten auf einer der Regionalrouten. Quer hindurch führt auch der Radfernweg Berlin-Usedom. Er verbindet Berlin und die Ostsee-Insel Usedom auf einer Strecke von 334 Kilometern. Gleich nach Bernau führt die Strecke durch Kiefern- und Buchenwälder, die angenehme Kühle an heißen Tagen spenden. Weiter im Norden wird der Blick weit. Felder, Dörfer und Kleinstädte ziehen vorbei. Der Weg wird hügelig, eines der Markenzeichen der Uckermark. Vom höchsten Punkt aus kann man weit ins Land schauen - bis über den Oberucker- und dann den Unteruckersee. Nicht nur Berliner schätzen Beschaulichkeit, Baden, Zelten und den Genuss regionalen Essens: Straussenschinken, Apfelwein, Saft, Marmelade – alles in der Region hergestellt.

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© TMB-Fotoarchiv / Steffen Lehmann

Radeln entlang der Spreewaldfließe

Der Spreeradweg startet in Sachsen und führt dann nach Brandenburg. Über Cottbus, wo man den Besuch im Branitzer Park einplanen sollte, geht es quer durch den Spreewald mit Gelegenheiten zur Kahnfahrt. Weitere Stationen entlang der Strecke sind Beeskow mit seiner Burg und Fürstenwalde. Danach nähert sich die Route Berlin. Die besondere Schönheit des Spreewalds liegt in seinem weit verzweigten Netz aus Spree-Fließen, die bei einer Kahnfahrt oder individuell bei einer Kanutour erkundet werden können. Auf dem Sattel fährt man vorbei an romantischen Fließen, mitten durch die Auenlandschaft UNESCO Biosphärenreservat Spreewald. Mit ein bisschen Glück werden Kraniche, Biber oder Schwarzstörche gesichtet. Eine Spreewaldgurke zu probieren ist hier ein Muss, selbst einen Gurkenradweg gibt es.

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© TMB-FotoarchivAdobeStock / Karl-Heinz Spremberg

Auf dem Mauerweg durch Potsdam

Durch Potsdam auf zwei Rädern ist ideal: Schnell und bequem erreicht man Gärten und Schlösser. Es gibt viele Möglichkeiten, sich Räder auszuleihen, zum Beispiel an den Leihstationen am S-Bahnhof Griebnitzsee und am Potsdamer Hauptbahnhof. Als Einstiegstour bietet sich der Mauerweg an. Auf etwa 15 Kilometern geht es durch das einstige Grenzgebiet der brandenburgischen Landeshauptstadt. Viele Erinnerungsorte erzählen große deutsch-deutsche Geschichte. So führt der Weg vorbei am Schloss Cecilienhof – das 2020 zum 75. Jubiläum der Potsdamer Konferenz eine neue Ausstellung zeigen wird. Auf der Glienicker Brücke ist für denjenigen, der genau hinschaut, immer noch der unterschiedliche Farbanstrich auf Ost und West zu sehen. Einen guten Blick auf Potsdam hat man vom Aussichtsschloss Belvedere aus. Es stand zu Mauerzeiten mitten im Grenzgebiet und war nicht zugänglich und dem Verfall preisgegeben.

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© TMB-Fotoarchiv / Wolfgang Ehn

Havelradweg

Der Havelradweg begleitet die Havel und führt von Mecklenburg-Vorpommern nach Sachsen-Anhalt. Er ist 371 Kilometer lang. Auf der Strecke liegen Stationen wie Fürstenberg Havel im Norden, Oranienburg im Speckgürtel von Berlin, später Potsdam (unbedingt Zeit für die Stadt und seine Attraktionen einplanen!), Werder und Brandenburg an der Havel (letztere Stadt am Wasser, die bestimmt eine Überraschung für viele ist) und schließlich Havelberg (Sachsen-Anhalt). Unbedingt auch die Unterwegs-Station Stölln ansteuern! Nie gehört? Hier versuchte sich Otto Lilienthal im Fliegen. Heute zeigt ein Museum seine Flugobjekte und beschreibt, woran sich Lilienthal orientierte. Ganz in der Nähe befindet sich die Interflugmaschine Lady Agnes, die Ende der 1980er Jahre in Gänsehaut erzeugender Weise auf dem Gollenberg landete.

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© TMB-Fotoarchiv / Yorck Maecke